Keine Angst vor Hypnose

Das wichtigste zuerst: Hypnose ist eine wissenschaftlich anerkannte und sehr gut erforschte Therapieform. Hypnose ist die optimale Kommunikation mit dem Unterbewusstsein (therapeutisch: dem Unbewussten). Mit Hilfe der Hypnose können dem Unterbewusstsein durch so genannte Suggestionen neue Handlungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden. Dabei nimmt das Unterbewusstsein nur die Suggestionen an, die es auch annehmen möchte. Die meisten Menschen stehen der Hypnose jedoch zunächst mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber. Lassen Sie mich auf die beiden Hauptängste einmal näher eingehen:

"Mir wird eingeredet, dass ich etwas tun oder sagen muss, was ich nicht will."

Wer hat es noch nicht in einem Hollywoodfilm gesehen: Der Bösewicht erteilt dem Opfer - meist durch einen kurzen starren Blick - einen hypnotischen Befehl und dieser wird dann prompt ausgeführt, ohne dass sich das Opfer dessen bewußt ist oder sich wehren kann. Ka die Schlange aus dem Dschungelbuch, James Bond oder Dracula lassen grüßen.

Keine Angst, das funktioniert so nicht. Und schon gar nicht durch einfachen Blickkontakt. Wenn dem wirklich so wäre, dann wäre Hypnose nicht als Therapieform zugelassen und erlernbar. Die Behörden würde dem aus verständlichen Gründen sehr schnell einen Riegel vorschieben.

Fakt ist: Jeder Mensch besitzt im Unbewussten einen so genannten "kritischen Teil". Das ist ein Schutzmechanismus, den jeder Mensch besitzt und der genau zu filtern vermag, ob eine Suggestion gegen die eigene ethische Einstellung oder gegen den eigenen ausdrücklichen Willen verstößt oder nicht. Dieser kritische Teil in Ihnen verhindert, dass Sie Dinge tun oder sagen, die sie nicht möchten.

Was ist dann aber mit den Showhypnosen? Sind wir mal ehrlich: Bei einer Showhypnose ahnt jeder Teilnehmer innerlich schon vorher, dass er "komische Sachen" machen oder sich der Lächerlichkeit preisgeben wird, wenn er auf die Bühne geht. Somit hat der Teilnehmer (und insbesondere sein Unbewusstes) bereits vorher die Einwilligung dazu gegeben, so dass der kritische Teil seines Unterbewusstsein diese Suggestionen zulässt. Sie sehen: Auch hier geschieht nichts gegen den ausdrücklichen Willen des Teilnehmers.

"Ich bin bewusstlos oder schlafe und bekomme nicht mit, was mit mir passiert."

Viele Menschen haben Angst, dass sie während einer Hypnose bewusstlos sind oder tief schlafen.

Das Wort "Hypnose" leitet sich zwar vom griechischen Gott des Schlafes "Hypnos" ab, hat aber nichts mit Schlaf zu tun. Sie sind während einer Hypnose weder bewusstlos, noch schlafen Sie. Im Gegenteil: In Hypnose erfahren Sie eine erhöhte Aufmerksamkeit aller Sinne und Ihre Vorstellungskraft und Wahrnehmung ist oft deutlich erhöht.

Fakt ist: Während einer Hypnose bekommen Sie alles bewusst mit. Sie könnten jederzeit aufstehen und einfach gehen.

Auch wenn Gefahr drohen würde, etwa durch einen Brand, würden Sie sich genauso wie im normalen Zustand in Sicherheit bringen. Selbst wenn der Hypnotiseur plötzlich den Raum verlassen und Sie alleine lassen würde, würden Sie einfach ganz normal aufstehen, wenn Sie es wollen. Ganz so, wie wenn ein Arzt während der Behandlung einfach den Raum verlassen würde.

Also:

  • Sie sind während einer Hypnose weder willenlos, noch bewusstlos, noch schlafen Sie.
  • Sie können alles hören und die Hypnose jederzeit selbst beenden, wenn und wann Sie es möchten.
  • Sie werden in Hypnose nichts tun oder sagen, was Sie nicht wirklich wollen.


Wichtig ist jedoch, dass Sie mitmachen und sich auf die Anleitungen einlassen. So können wir gemeinsam wunderbare Dinge erreichen.